
Quelle: ch. würtz
Fehlakapelle
Die Fehlakapelle in Gammertingen
Die Fehlakapelle ist der schmerzhaften Muttergottes (Mater dolorosa) geweiht und liegt oberhalb der Bahnstrecke nach Neufra. Sie wurde 1990 durch bürgerliches Engagement – vor allem von den Mitgliedern des TSV 1863 Gammertingen – neu erbaut, nachdem ein Sturm im Frühjahr jenes Jahres den neben der Kapelle stehenden Solitärbaum entwurzelt hatte. Der Baum stürzte auf die Kapelle und zerstörte sie vollkommen. Der Vorgängerbau war ca. 150 Jahre alt und mit einem Stich der schmerzhaften Mutter Gottes geziert.
Die neue Kapelle ist etwas größer als ihr Vorgängerbau. Eine halbrunde Apsis schließt das zum vorbeiführenden Weg hin ins offene Bauwerk ab, das mit einem schmiedeeisernen Gitter geschmückt ist.
Bereits 1468 und noch 1610 wird eine Kapelle zu Ehren der Hl. Ottilia an der Fehla genannt. Diese lag unterhalb der Ottilienhalde auf Hettinger Gebiet und hat folglich mit der hier beschriebenen Fehlakapelle nichts zu tun.
Quelle: Gotteshäuser auf der Alb (Christian Würtz)

Quelle: Pfarrbüro
Ölbergsteige
Die Ölbergkapelle in Gammertingen
An der Ölbergsteige südlich der Altstadt befindet sich eine Wegkapelle, die in ihrem Aufbau der Schächerkapelle in Feldhausen gleicht. Der Name „Ölbergsteige“ weist darauf hin, dass in dieser Kapelle ursprünglich ein „Ölberg“ aufgestellt war. Dargestellt war Jesus, der am Ölberg kurz vor seiner Gefangennahme betet und dem zur Stärkung ein Engel erscheint. Begleitet wurde Jesus von drei Aposteln, die aber von Müdigkeit übermannt, eingeschlafen waren.
Einige Figuren dieses aus der Barockzeit stammenden Ölbergs haben sich erhalten. Sie werden heutzutage am Gründonnerstag in der St. Leodegarskirche aufgestellt. Anstelle der Ölbergfiguren kam zunächst ein Kruzifix in die Kapelle. Auffallend sind die nach oben gestreckten Arme. Bei der Instandsetzung im Heiligen Jahr 1975 kamen die beiden Figuren der heiligen Maria und des heiligen Johannes hinzu, die ursprünglich zum Hochaltar in der Pfarrkirche gehörten. Das Besondere an der Gammertinger Ölbergkapelle ist ihre Lage. Denn zu ihrer Entstehungszeit befand sie sich außerhalb des Ortes auf freiem Feld.
Üblicherweise finden sich Ölbergdarstellungen aber in unmittelbarer Nähe zur Kirche. Die Gammertinger Kapelle ermöglichte es den Betern, sich in das Passionsgeschehen hineinzuversetzen, befand sich doch auch der Garten am Ölberg außerhalb der Stadt Jerusalem.
Quelle: Gotteshäuser auf der Alb (Christian Würtz
Die Altenburgkapelle
Die Altenburgkapelle ist dem Heiligen Joseph geweiht.
Ihr Name leitet sich jedoch nicht von einer alten Burg her, sondern dieser bezieht sich auf den in Hettinger Urkunden des 15. Jahrhunderts vorkommenden Flurnamen „Altenbünd“, der von Bund/Baind = Zaun herzuleiten ist.
Die Kapelle erhebt sich über einen rechteckigen Grundriss und ist nach Westen hin offen.
Bis in die 70er Jahre hinein stand eine barocke Josephsfigur in der Nische an der Ostwand der Kapelle, die aber aus Angst vor Beschädigungen herausgenommen wurde.
Über das Alter der Kapelle konnte nichts in Erfahrung gebracht werden, für 1903 ist jedoch eine Renovation bezeugt.
Quelle: Gotteshäuser auf der Alb (Christian Würtz)
Urprünglich umgaben wie ein Kranz vier Kapellen Gammertingen.
Von ihnen sind heute nur noch 3 erhalten. Verschwunden ist die Kapelle der Heiligen Katharina. Im Jahr 1932 fand man in der Gemarkung Heiligenbühl die Grundmauern eines 4 auf 4,20 m großen Gebäudes.
Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die Überreste der Katharinenkapelle.
Im Mittelalter gab es in Gammertingen eine eigene Pfründe der heiligen Katharina.
Erhalten sind hingegen die Schollen-, die Fehla- sowie die Altenburgkapelle.
